BDKJ und JU im Dialog: Junge Generation muss für ihre Interessen kämpfen! - Nachhaltigkeit, Integration und die eigene Zukunft bewegen die Jugend -

Der Bundesvorsitzende der Jungen Union (JU) Deutschlands, Paul Ziemeak, besuchte zusammen mit dem Kreisvorsitzenden der Grafschafter JU, Malte Kramer, am vergangen Montag den Regionalvorstand des Bunds der katholischen Jugend (BDKJ), dem Dachverband der katholischen Jugendverbände in der Grafschaft Bentheim im katholischen Jugendbüro in Nordhorn.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde tauschte man sich über die jeweilige Verbandsarbeit aus. Johannes Heilemann, BDKJ-Vorstandsmitglied, erläuterte das BDKJ-Motto „katholisch. politisch. aktiv.“. Als Gemeinsamkeit stellten die Verbandsvertreter fest, dass sich die eigenen Mitglieder neben ihrem Engagement in JU oder BDKJ häufig noch an anderen Stellen ehrenamtlich betätigen. Sie sind zum Beispiel häufig noch im Sportverein oder in anderen Jugendverbänden aktiv. Diese Doppelengagements sind zwar sehr begrüßenswert, Ziel ist es aber auch viele weitere junge Menschen für ein ehrenamtliches Engagement zu begeistern.
Die Nachfrage des JU-Bundesvorsitzenden Paul Ziemeak „Warum steht bei euch Fritz Kola und nicht Coca Cola auf dem Tisch?“ führte zu einer Diskussion über das Thema Nachhaltigkeit. BDKJ-Vorstandsmitglied Pia Focke erklärte, dass sich der Verband für Nachhaltigkeit und fairen Handel einsetze. Auf Diözesanebene habe man als Dachverband eigene Kriterien für die Mitgliedsverbände entwickelt, wodurch diese freiwillig zum „fairen Jugendverband“ werden können. Ziemeak betonte aus Sicht der JU, dass ein kritischer Konsum und die Schaffung von alternativen Angeboten begrüßt, eine staatliche Verbotspolitik a la „Veggieday“ aber abgelehnt werde.
Elena Laug, FSJ’lerin im Jugendbüro beschrieb die Aktion „Zukunftszeit – gemeinsam für ein buntes Land“, bei der die einzelnen BDKJ-Mitgliedsverbände in Deutschland von März bis September diesen Jahres 35.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit für Toleranz und Integration ableisten. Die Stundenzahl sei dabei nicht zufällig gewählt, sondern entspricht der Stundenanzahl einer Legislaturperiode des Bundestages. Dabei sei man stolz, dass das Ziel mit 130.000 Stunden deutschlandweit schon zum jetzigen Zeitpunkt und damit noch vor Ende der Aktion deutlich übertroffen wurde. Auch in der Grafschaft gab es verschiedenen Aktivitäten.
Durch die Jugendreferentin und BDKJ-Geschäftsführerin, Katharina Menke, wurde der Einsatz des BDKJs für demokratisches Engagement und Partizipation vorgestellt. So ermöglichen die einzelnen Mitgliedsverbände eine demokratische Mitbestimmung, teilweise auch schon in den Kindergruppen. Zudem versuche der BDKJ durch verschiedene Materialien wie Kandidatenfragebögen und Podiumsdiskussionen die eigenen Mitglieder über die verschiedenen Kandidaten und Parteien zu informieren und zur Stimmabgabe zu motivieren. So zuletzt zur Kommunalwahl 2016 und aktuell zur Bundestagswahl. Sie brachte die Sorge zum Ausdruck, dass die Interessen der jungen Generation in einer immer älter werdenden Gesellschaft immer weiter in den Hintergrund rücken könnten, obwohl es die Jugend ist, die am längsten mit den Entscheidungen leben muss.
JU-Kreisvorsitzender, Malte Kramer, der auch für die CDU im Kreistag und Stadtrat sitzt, bedankte sich zum Abschluss beim BDKJ für das interessante Gespräch und bei Paul Ziemeak für seinen Besuch in der Grafschaft. „Als JU bemühen wir uns die Interessen der jungen Generation in die Politik zu tragen, dabei ist ein Dialog mit anderen Jugendverbänden immer hilfreich.“