JU: Kreis soll für Eissporthalle Übergangsmöglichkeit prüfen!

Die Junge Union (JU) Grafschaft Bentheim bedauert die aktuelle Entwicklung bei der kreiseigenen Eissporthalle und fordert den Landkreis dazu auf, zu prüfen, ob für die kommende Saison eine Übergangsmöglichkeit denkbar ist. Ähnlich wie die Stadt Nordhorn mit dem Winterschwimmen im Freibad eine Alternative zum Hallenbad geschaffen hat, soll der Kreis die Möglichkeit prüfen, die anstehende Wintersaison mit einer „mobilen“ Eisfläche zu begehen. Dazu müsse geprüft werden, ob dies technisch und rechtlich in der derzeitigen Eissporthalle oder an einem anderen Standort erfolgen könnte. Bei einer kurzfristigen Lösung gilt es aber den Kosten-Nutzen-Faktor klar in den Vordergrund einer Abwägung zu stellen.
Weiterhin spricht sich die Grafschafter JU für einen langfristigen Erhalt der Eissporthalle aus. Die Eissporthalle ist eine Besonderheit der Grafschafter Kreisstadt und ein Pluspunkt im Vergleich zu anderen Städten und Regionen.
Um für die bisherige 1. Mannschaft des GEC, aber besonders auch für die fast 150 Aktiven der beiden Eissportvereinen, dem neuentstehenden Eishockeyverein und dem Eiskunstlaufverein , möglichst schnell Klarheit zu schaffen, fordert die Grafschafter JU eine politische Entscheidung über die Zukunft der Eissporthalle bis nach den Sommerferien. Dies gebietet auch die Fairness gegenüber den Ehrenamtlichen der Eissportvereine. Sie brauchen egal wie es weitergeht Planungssicherheit und müssen sich insoweit auf die Aussagen von Politik und Verwaltung verlassen können. Sicherlich kommt die Hallenschließung zu einem Zeitpunkt, indem es gerade um die GEC-Ritter nicht gut bestellt ist. Andererseits sollte man die Entscheidung nicht von der lösbaren Situation abhängig machen. Viele Spieler hatten schon signalisiert, dass sie auch in der kommenden Saison bereit stünden.
GEC-Ritterspieler und JU-Mitglied Dennis Tiesmeier dazu: „Wir Spieler wollen gerne weiter für Nordhorn und die Region spielen, zu Not mit einem Jahr Unterbrechung. Wir würden uns freuen, wenn es in Nordhorn mit dem Eissport weiter geht!“
Gegen eine endgültige Schließung der Eissporthalle spricht aus Sicht der JU auch die Eröffnung des neuen Sportparks. Hier wurden viele Steuergelder für ein gutes Zukunftsprojekt investiert, das auch gerade zusammen mit der Eissporthalle Synergieeffekte bilden kann. So hat schon in der Vergangenheit regelmäßig ein Eishockeyverein aus Enschede in der Nordhorner Eishalle trainiert. Auch ein Eishockeyverein aus Halle hat in Nordhorn ein Trainingslager abgehalten. Zusammen mit dem Sportpark und dem Hostel könnten solche Möglichkeiten noch viel stärker ausgebaut werden und mehr Einnahmen generiert werden. Zeitgleich möglicherweise das endgütige Aus der Eissporthalle einzuleiten, sei vor diese Hintergrund unverständlich.
Die JU ist zudem überzeugt, dass sich eine modernisierte Eishalle mit ansprechender Gastronomie viel besser vermarkten ließe und ein großer Gewinn für den Sportpark aber auch für die Attraktivität der Grafschafter Kreisstadt seien könnte.
Abschließend fordert die JU den Lankreis Grafschaft Bentheim und die Stadt Nordhorn dazu auf, eine Lösung für die Eissporthalle zu finden. Wir wollen nicht, dass sich der Landkreis aus der Verantwortung stiehlt, aber bei der Bedeutung der Eishalle sollte bei allen Kommunalpolitikern – unabhängig von Partei und Körperschaft - eine pragmatische Lösung im Vordergrund stehen.
Stellvertretender JU-Kreisvorsitzender Andreas Zafri abschließend dazu: „Die Kommunalpolitiker sind gefordert, möglichst zeitnah eine ehrliche Debatte über den Zukunft der Eissporthalle in der Grafschaft zu führen!“